Die besten Handsägen und Astsägen für Baumpfleger


Inhaltsverzeichnis
    KI-Zusammenfassung

    Kurzüberblick: Die meisten professionellen Baumpfleger verwenden für Arbeiten im Baum eine Astsäge mit feststehendem Blatt von etwa 33 cm (13 Zoll), beispielsweise die Silky Zubat 330. Für leichtere oder gelegentliche Arbeiten halten sie eine Klappsäge wie die Silky Gomboy 240 bereit. Feststehende Sägen schneiden schneller und können während des Schnitts nicht zusammenklappen. Klappsägen lassen sich dagegen sicherer am Gürtel oder in einer Tasche transportieren und aufbewahren. Blattkrümmung, Zähne pro Zoll und der Sitz im Köcher sind genauso wichtig wie die Marke auf dem Griff.

    Die wichtigsten Werkzeuge und Ausrüstungsteile in diesem Ratgeber: Silky Zubat, Silky Gomboy, Corona RazorTOOTH, Felco 600, feststehendes Sägeblatt, Klappsäge und Sägeköcher.

    Wer als Baumkletterer für einen einzigen Schnitt durch einen 5 cm starken Ast die Motorsäge startet, verbringt meist mehr Zeit mit dem Aushängen, Starten und erneuten Einhängen als mit dem eigentlichen Schnitt. Genau deshalb lohnt sich eine gute Handsäge. Die meisten Äste, die in einer Baumkrone tatsächlich geschnitten werden, sind klein genug, um ohne Benzin oder Akku auszukommen. Und einer Säge, die griffbereit im Köcher steckt, geht in 15 Metern Höhe niemals der Strom aus. Die beste Handsäge und Astsäge für die eigene Arbeit zu finden, bedeutet meist, zwei Werkzeuge zu besitzen: eine feststehende Säge für den Großteil der Schnittarbeiten und eine Klappsäge für leichtere Aufgaben, bei denen ein größeres Werkzeug unnötig wäre. Dieser Ratgeber behandelt beide Kategorien, vier empfehlenswerte Modelle und eine Befestigung, mit der die Säge erreichbar bleibt, statt störend herumzubaumeln.

    Was eine gute Astsäge für Baumpfleger ausmacht

    Eine Säge für die Baumpflege ist nicht dasselbe Werkzeug wie die Querschnittsäge in der heimischen Garage. Praktisch alle professionellen Werkzeuge und Ausrüstungsteile für Baumpfleger im Set eines Kletterers verdienen ihren Platz dadurch, dass sie eine bestimmte Aufgabe besonders gut erfüllen. Astsägen sind keine Ausnahme. Einige Merkmale unterscheiden eine echte Baumpflege-Handsäge von einer gewöhnlichen Astsäge aus dem Baumarkt:

    • Schnitt auf Zug: So kann das Blatt dünn bleiben, und Schnitte über Kopf lassen sich kontrolliert ausführen

    • Ein gebogenes oder konisch geschliffenes Blatt, das bei jedem Zug mehr Zähne im Eingriff hält

    • Impulsgehärtete oder verchromte Zähne, die zwischen den Schärfintervallen Baumsaft und Rost widerstehen

    • Ein Köcher oder eine Scheide zur Befestigung am Klettergurt, nicht nur zum Aufhängen im Geräteschuppen

    • Ein austauschbares Sägeblatt, da es wesentlich früher verschleißt als der Griff

    Auch das Gewicht spielt eine Rolle, allerdings weniger, als viele annehmen. Rund 57 Gramm mehr an einer Säge, die jeweils nur dreißig Sekunden benutzt wird, sind nicht das eigentliche Problem. Problematisch sind ein Blatt, das in frischem Holz klemmt, oder eine Köcherbefestigung, die sich beim Abseilen lockert. Deshalb finden sich die nachfolgend vorgestellten Marken in fast jedem professionellen Team.

    Feststehendes Blatt oder Klappsäge: Was verwenden Baumkletterer tatsächlich?

    Feststehendes Blatt oder Klappsäge: Was verwenden Baumkletterer tatsächlich?

    Fragt man einen Gartenbesitzer, greift er meist zum Modell, das sich möglichst klein zusammenklappen lässt. Bei einem Baumkletterer hängt die Antwort von der Aufgabe ab, nicht von persönlichen Vorlieben. Eine Astsäge mit feststehendem Blatt und durchgehendem Erl, sicher in einem starren Köcher verriegelt, ist die erste Wahl für alles von fingerdickem Totholz bis zu mehreren Zentimetern starken Ästen. Es gibt keinen Klappmechanismus, der sich mitten im Sägehub lockern könnte. Außerdem kann das Blatt länger und steifer sein, ohne dass ein Gelenk hinzukommt, das irgendwann Spiel entwickelt.

    Eine klappbare Astsäge verdient ihren Platz aus einem anderen Grund: Bei Nichtgebrauch verschwindet sie in einer Hosen- oder kleinen Werkzeugtasche. Das ist an Tagen wichtig, an denen mehr geklettert und mit Rigging-Systemen gearbeitet als gesägt wird. Bei Bodenarbeiten, der Vorbereitung von Stangensägen und leichten Schnittarbeiten in Privatgärten spielt eine Klappsäge ihre Stärken aus. Nur wenige Kletterer verwenden sie über gelegentliche leichte Arbeiten hinaus als Hauptwerkzeug im Baum. Das zusätzliche bewegliche Teil ist schließlich eine weitere mögliche Fehlerquelle in der Höhe. Die praktische Lösung der meisten Teams lautet daher: eine feststehende Säge am Gurt für die eigentlichen Schnittarbeiten, eine Klappsäge als Reserve oder für Äste unter etwa 2,5 bis 5 cm Stärke.

    Die besten Handsägen und Astsägen für Baumpfleger

    Die folgenden Preise sind Richtwerte und variieren je nach Händler und gewählter Blattlänge. Prüfen Sie vor dem Kauf die aktuellen Preise.

    Silky Zubat 330: der Branchenstandard mit feststehendem Blatt

    Die Zubat ist die Säge, an die die meisten Baumkletterer beim Begriff Baumpflege-Handsäge denken. Die Version mit 330 mm (13 Zoll) besitzt ein gebogenes, verchromtes Blatt mit durchgehendem Erl und etwa 6,5 bis 7 Zähnen pro Zoll. Hinzu kommt ein Köcher mit Einführrollen und einer Verriegelung, die das Blatt selbst kopfüber sicher festhält. Diese feststehende Astsäge ist für frisches Holz und Forstarbeiten ausgelegt. Ihr gummierter Griff bleibt auch an einem langen Tag mit vielen Überkopfschnitten angenehm. Je nach Händler liegt der Preis bei etwa 100 bis 120 US-Dollar. Für Kletterer, die in engen Baumkronen ein handlicheres Blatt bevorzugen, gibt es auch kürzere Versionen mit 240 oder 270 mm.

    Silky Gomboy 240: die beste Klappsäge für schnelle Arbeiten

    Die Gomboy 240 ist weltweit Silkys meistverkaufte Klappsäge. Diesen Ruf verdankt sie einem konisch geschliffenen Blatt von 240 mm Länge, also etwa 9,5 Zoll, mit rund 8,5 Zähnen pro Zoll in der Standardversion mit mittlerer Zahnung. Sie rastet für bündige Schnitte in zwei Positionen ein, passt zusammengeklappt in eine Jackentasche und wiegt deutlich weniger als 454 Gramm. Teams greifen zu dieser Säge bei kleinen Arbeiten in Privatgärten, beim Entfernen von Totholz oder immer dann, wenn die Zubat überdimensioniert erscheint. Der Preis liegt meist zwischen 60 und 80 US-Dollar.

    Corona RazorTOOTH: aggressiver Schnitt zum kleineren Preis

    Coronas 33 cm lange RazorTOOTH (13 Zoll, Modell RS 7120) ist die preisbewusste Wahl unter den feststehenden Sägen. Sie verfügt über ein gebogenes Stahlblatt, dreiseitig geschliffene Zähne und einen Pistolengriff für einhändiges Sägen. Sie ist für Äste bis etwa 15 bis 18 cm Durchmesser ausgelegt und schneidet spürbar schneller als eine Säge mit geradem Blatt ähnlicher Länge. Die Passgenauigkeit und Verarbeitung erreichen nicht das Niveau einer Silky, und der Köcher ist weniger ausgereift. Wer jedoch mehrere Kletterer mit begrenztem Budget ausstatten oder eine Reservesäge im Fahrzeug mitführen möchte, bekommt ein funktionales Werkzeug zu einem Bruchteil des Preises: üblicherweise etwa 30 bis 35 US-Dollar.

    Felco 600: die kompakteste Klappsäge

    Die Felco 600 ist eine in der Schweiz gefertigte Klappsäge mit einem kurzen, konischen und hartverchromten Blatt mit etwa 6 bis 7 Zähnen pro Zoll. Das Blatt setzt sich nicht so leicht zu und verklemmt sich beim Zugschnitt weniger. Mit rund 36 cm Gesamtlänge im geöffneten Zustand und weniger als 170 Gramm Gewicht passt sie in eine Brust- oder kleine Werkzeugtasche. Dort bleibt sie für gelegentliche Schnitte bereit, für die sich das Aushängen eines größeren Werkzeugs nicht lohnt. Sie bewältigt Äste bis etwa 10 cm Durchmesser und deckt damit erstaunlich viele Routinearbeiten beim Entfernen von Totholz und beim Schneiden von Kletterpflanzen ab. Der Preis liegt gewöhnlich bei etwa 40 bis 45 US-Dollar.

    Blattlänge, Zahnung und Krümmung: So treffen Sie die richtige Wahl

    Blattlänge, Zahnung und Krümmung: So treffen Sie die richtige Wahl

    Die Blattlänge bestimmt, wie weit sich ein Ast durchsägen lässt, ohne die Position zu verändern. Die meisten Kletterer wählen für ihre Hauptsäge ein Blatt zwischen 240 und 330 mm. Kürzere Blätter lassen sich in engen Astgabeln und dichten Kronen besser führen; längere tragen bei frei zugänglichen Schnitten mit jedem Zug mehr Material ab. Der zweite Faktor ist die Zahl der Zähne pro Zoll: Weniger, dafür größere Zähne schneiden schneller durch frisches Holz, hinterlassen aber eine rauere Oberfläche. Eine feinere Zahnung ergibt einen saubereren Schnitt. Das ist besonders bei Zier- und Obstbäumen wichtig, bei denen die Schnittqualität die Wundheilung beeinflusst. Gebogene Blätter sind bei professionellen Sägen heute nahezu Standard, weil die Krümmung beim Ziehen mehr Zähne am Holz hält und den Kraftaufwand pro Schnitt verringert. All das ersetzt jedoch keine gute Technik. Selbst die beste Baumpflege-Handsäge liefert einen schlechten Schnitt, wenn die Grundlagen aus ArboStars Ratgeber zu bewährten Schnittpraktiken für gesunde Bäume missachtet werden. Dazu gehört insbesondere, am Astring zu schneiden, statt einen Stummel stehen zu lassen.

    Die Säge richtig tragen: Köcher und Anordnung am Klettergurt

    Eine Säge, die beim Klettern nicht erreichbar ist, könnte genauso gut am Boden bleiben. Köcher für feststehende Sägen werden direkt am Klettergurt befestigt, meist über einen Druckknopfverschluss oder eine feste Schlaufe. Gute Modelle verriegeln das Blatt selbst dann, wenn der Kletterer kopfüber hängt. Die Position ist wichtiger, als viele bei ihren ersten Einsätzen denken: Wer die Säge so anbringt, dass der Griff quer vor dem Körper weder eine aktive Positionierungsleine kreuzt noch den Klemmknoten behindert, erspart sich bei jedem Schnitt umständliches Hantieren. Klappsägen bieten mehr Spielraum, da eine Tasche an der Kleidung oder eine kleine Gurt-Tasche genügt. Vor dem Kauf sollte dennoch geprüft werden, ob eine Verriegelung das Blatt während des Kletterns geschlossen hält. Eine Säge, die sich in der Tasche öffnet, stellt eine echte Gefahr dar. Das gesamte Tragesystem aus Säge, Positionierungsleine und Kletterseil richtig zusammenzustellen, gehört zur gleichen Überlegung wie die Wahl des passenden Kletterseils für Ihr System, die ArboStar in einem eigenen Ratgeber erläutert. Die Kompatibilität betrifft schließlich die gesamte Ausrüstung und nicht nur ein einzelnes Teil.

    Wartung und der richtige Zeitpunkt für einen Blattwechsel

    Wartung und der richtige Zeitpunkt für einen Blattwechsel

    Astsägeblätter sind Verschleißteile, keine Anschaffungen fürs Leben. Ablagerungen von Baumsaft verlangsamen den Schnitt und können mit der Zeit zu Lochfraß führen, wenn das Blatt nach Gebrauch nicht gereinigt wird. Die meisten Hersteller verkaufen deshalb separate Ersatzblätter, statt davon auszugehen, dass Nutzer impulsgehärtete Zähne selbst nachschärfen. Nach Arbeiten mit viel Baumsaft kurz mit einem Tuch abwischen, gelegentlich einen Tropfen dünnflüssiges Öl an das Gelenk einer Klappsäge geben und regelmäßig nach gerissenen Zähnen oder einer lockeren Köcherverriegelung sehen: Damit ist der Großteil der Pflege abgedeckt. Wechseln Sie das Blatt, wenn Zähne sichtbar ausgebrochen sind, ein Schnitt deutlich mehr Züge als früher erfordert oder Rost nach dem Abwischen immer wieder auftritt. Eine stumpfe oder beschädigte Säge ist auch ein Sicherheitsproblem und nicht nur eine Frage der Produktivität. Sie gehört deshalb in dieselbe Ausrüstungskontrolle, die ArboStar in den grundlegenden Sicherheitsregeln für jeden Baumpfleger beschreibt.

    Sägenbestand und Zuordnung im Team im Blick behalten

    Ein einzelner Kletterer kann seine Lieblings-Zubat jahrelang behalten, ohne den Überblick zu verlieren. Bei einem Team mit drei oder vier Kletterern sieht es anders aus: Sägen verschwinden auf Ladeflächen, bleiben am Einsatzort liegen oder haben irgendwann ein beschädigtes Blatt, das niemand meldet, bis es mitten beim Klettern versagt. Hier gilt dieselbe Logik wie bei der Bestandskontrolle der Motorsägen des Teams. Jede Handsäge einzeln zu erfassen, einem bestimmten Kletterer zuzuordnen und Austauschdaten zu dokumentieren, verhindert, dass eine Zubat für 100 US-Dollar unbemerkt verschwindet. Bei einer Motorsäge würde man das schließlich auch nicht zulassen. ArboStars Geräteverwaltung verbindet diese Übersicht mit Einsatzplanung und Auftragskalkulation. So hängt die Verantwortung für die Ausrüstung nicht von einer separaten Tabelle ab, die niemand aktualisiert.

    Häufig gestellte Fragen

    Welche Astsägengröße verwenden die meisten Baumpfleger?

    Die meisten Baumkletterer wählen für ihre Hauptarbeiten im Baum ein feststehendes Blatt zwischen 240 und 330 mm. Am häufigsten fällt die Wahl auf 330 mm (13 Zoll), weil diese Länge in einer typischen Baumkrone Reichweite und Handlichkeit gut ausbalanciert.

    Ist für Kletterarbeiten eine feststehende Säge oder eine Klappsäge besser?

    Eine feststehende Säge ist für die meisten Kletterer das Hauptwerkzeug, weil sie kein Gelenk hat, das Spiel entwickeln kann, und sicher im Köcher verriegelt wird. Eine Klappsäge dient als leichtere Ergänzung für kleine Schnitte oder als Reserve, die in eine Tasche passt.

    Wie oft sollte man das Blatt einer Astsäge schärfen oder austauschen?

    Die meisten Baumpflegesägen besitzen impulsgehärtete Zähne, die nicht zum Nachschärfen zu Hause vorgesehen sind. Tauschen Sie das Blatt aus, wenn Schnitte spürbar mehr Kraft erfordern, Zähne sichtbar ausgebrochen sind oder bei täglicher Nutzung ungefähr einmal pro Saison.

    Was unterscheidet eine Astsäge von einer gewöhnlichen Handsäge?

    Eine Astsäge schneidet auf Zug statt auf Schub. Sie besitzt ein gebogenes oder konisch geschliffenes Blatt für frisches Holz und wird meist mit einem Köcher für Gürtel oder Klettergurt geliefert, statt für den Einsatz in der Werkstatt ausgelegt zu sein.

    Bevorzugen professionelle Baumpfleger Sägen von Silky?

    Silky ist in Nordamerika die am häufigsten verwendete Marke in professionellen Teams und bei ISA-zertifizierten Baumpflegern. Das liegt vor allem an der Blattqualität und der Konstruktion der Köcher. Corona und Felco haben jedoch für bestimmte Sägengrößen und Budgets ebenfalls eine treue Anhängerschaft.

    Fazit

    Die beste Lösung bei Handsägen und Astsägen für Baumpfleger besteht eigentlich aus zwei Werkzeugen, die sich ergänzen: einer feststehenden Säge wie der Silky Zubat 330 für den Großteil der Schnitte im Baum und einer Klappsäge wie der Gomboy 240 oder der Felco 600 für leichtere Aufgaben, bei denen ein größeres Werkzeug unnötig wäre. Preisbewusste Teams erhalten mit der Corona RazorTOOTH einen guten Gegenwert, ohne große Abstriche bei der Schnittleistung zu machen. Welche Kombination auch zu Ihrer Arbeit passt: Entscheidend sind die Blattkrümmung, die Zahl der Zähne pro Zoll und ein Köcher, der sich sauber am Klettergurt befestigen lässt. Stimmen diese Details, verdient sich die Säge ihren Platz am Gurt über Jahre, bevor überhaupt ein Blattwechsel nötig wird.